Archiv für die Kategorie „gzi - erinnerungsnotiert“
Mit diesem wunderbaren Gedicht von Manfred Hausmann wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest – heute ist Heilig Abend!
Möge das Wunder dieser Nacht Euch erreichen und Euch ganz viel Kraft, Frieden und Trost für das kommened Jahr geben.
Herzlichst Eure gzi-kielnotiert
TROST
Kirche in Fort William Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Ich kühle dein Gesicht mit leisem Hauch,
ich hülle dich in meinem Frieden auch,
ich fange mit der Orgel an zu singen…
nicht weinen, wo die beiden Kerzen sind,
komm, setz dich hin, du liebes Menschenkind!
Ob Glück, ob Unglück, alles trägt sich schwer.
Du bist geborgen hier, was willst du mehr?
In den Gewölben summt’s, die Kerzenflammen
wehn flatternd auseinander, dann zusammen.
Vom Orgelbraus die Engel sehn dir zu
und lullen dich mit Flötenspiel zur Ruh.
Ich möchte eine alte Kirche sein,
voll Stille, Dämmerung und Kerzenschein.
Wenn du dann diese trüben Stunden hast,
gehst du zu mir mit deiner Last.
Manfred Hausman
Gzi-kielnotiert erinnert sich noch gut an ihren ersten Computer, ein Schneider war’s, mit grünem Monitor und mit einem 16 Zoll Laufwerk, das waren noch flexible Disketten, die man da reinschob. Nicht so klein und handlich, wie heute Computer sind, nein, sperrig, vor allem der Bildschirm, der in den Computer fest integriert war, nur die Tastatur wurde verbunden. Später gab es dann die kleineren, harten 8 1/2 ” Laufwerke und externe Laufwerke mit gigantischen 200 Megabite 5.25” Cartridges von Syquest. GZi-kielnotiert hat sich immer geärgert, wenn es was Neues gab, weil das Alte meist noch so gut war und keiner es mehr haben wollte und sie sich mit Neuanschaffungen immer so schwer tat… Ist das schon nötig, was ist, wenn es nicht funktioniert, immer wieder das Umlernen, muss das denn so schnell gehen… später dann von DOS auf Windows und zwischendurch hat sie auch lange mit den “Äpfeln” gearbeitet, das war auch schön bequem!
Aber sie erinnert sich auch noch lebhaft an die gute, alte Schreibmaschine. Mit Kraft mussten die Tasten gedrückt werden und manchmal verhakten sich die Stäbe, die die Buchstaben auf das Farbband drückten… immer blaue oder schwarze Finger gab es, wenn das Band mal aus der Führung rutschte oder trocken geworden war und ersetzt werden musste. Der Schlitten musste noch von Hand zurückgeschoben werden, ganz am Anfang gab es noch nicht mal ein Klingelsignal, wenn man am Ende des Blattes angekommen war. Das kam auch erst später – bis er dann wie von selbst per Zauberhand zurückgefahren wurde. “Anno dazumal” gab es auch noch kein Tipp-Ex. Da gab es Radiergummies, die eine harte, blaue Seite hatten, mit der man Tippfehler korrigieren konnte, später gab es als Fortschritt dann Radierstifte, mit denen konnte man schon genauer radieren und verbessern. Aber wehe, man radierte oder drückte zu doll – dann hatte man ein unschönes Loch in der Seite. Und welche Erleichterung, als es die Tipp-Ex-Blättchen gab. War das toll! Und hurra, dann gab es elektrische Schreibmaschinen, auch noch mit Farbbändern, da taten nicht mehr die Finger so doll weh und die nächste Verbesserung waren Carbonbänder und Korrekturbänder, die unter den Carbonbändern in der Schreibmaschine integriert waren. So eine Schreibmashine von Brother – nagelneu und höchstens zweimal benutzt mit vielen Ersatz- und Korrekturbändern hat gzi-kielnotiert auch noch im Schrank stehen. Heute hat sie einen Laptop, um ja überall arbeiten zu können und für zu Hause einen schönen großen Flachbildschirm zur Schonung der Augen sowie eine externe Tastatur. Technik lässt grüßen.
Begeistert ist sie aber – richtig hin und weg – wenn sie so schöne alte Schreibmaschinen sieht. So wie neulich, als sie eigentlich auf der Suche nach einem neuen Sofa war und dies Prachtexemplar als Deko in einem Möbelhaus sah. Da musste sie sofort ein Foto machen. Sieht sie nicht toll aus? Ich muss gestehen: Alte Schreibmaschinen faszinieren mich, das hat doch eine ganz andere Optik als dieser moderne Kram von heute. Aber tauschen möchte gzi-kielnotiert natürlich keinesfalls – denn dann könnte sie ja keine Berichte mehr für ihre Leser schreiben und da würde ihr doch viel fehlen!
Vor fast genau einem Monat, am 12. November, las ich die Erinnerungen, die Piri über Ihre Oma geschrieben hat und da wurden ganz viele Erinnerungen auch bei mir wach. Meine Großmutter hat viele schöne Dinge mit mir gemacht, vor allem aber hat sie Wert darauf gelegt, mir Kunst und Kultur nahe zu bringen. So besuchte ich – als wohl 6-Jährige – mit ihr Sonntagmorgens Kinderkonzerte… und war begeistert. Mein allererstes Kinderkonzert war die Aufführung eines Stückes über einen Fluß - erst eine kleine plätschernde Quelle, dann größer und mächtiger werdend, mit Wäldern und Burgen am Ufer, mit Jagden, Festen und tanzenden Feen… die Moldau von Smetana.
Heute hörte ich die Moldau gerade wieder im Klassik Radio und die Erinnerung an meine Großmutter ist überwältigend bei dem Stück… Als sie schon bettlägerig war, nicht mehr sprechen und nichts mehr alleine machen konnte, habe ich oft eine CD mit diesem Werk eingelegt, wenn ich bei ihr viele Stunden saß und ich konnte an ihren Augen, ihrem Lächeln erkennen, sie fühlte wie ich die schöne Erinnerung an die vielen gemeinsam unternommenen Dinge und meine Dankbarkeit…. Heute lebe ich schon fast sieben Jahre in ihrem Haus und bin ihr auch dadurch weiter sehr nah…
Ich sehe noch den Nebel, die tanzenden Feen, höre die Beschreibungen, wie man uns kleinen Kindern diese wunderbare Musik erklärte, uns faszinierte und in den Bann zog… Ich bin sehr froh, bereits in so jungen Jahren die Möglichkeit dieses Erlebens und Aufwachsens mit klassischer Musik bekommen zu haben. Das prägt bis heute mein Leben.
Ich habe eine schöne Einspielung des ersten Parts bei Youtube gefunden und hoffe, Ihr mögt Euch einfach einmal für 6 Minuten für den ersten Teil des Flusses, der ganz leise beginnt und dann wächst und stark wird, verzaubern lassen. Schöne Bilder gibt’s auch dazu…

Keine Angst vorm Weihnachtsmann bei so lachenden Augen!
Gzi-kielnotiert hatte ja so ihre Zweifel: Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Zeigt er sich oder versteckt er sich, verteilt er wirklich Geschenke und Naschies und vor allem: Hat er etwa auch eine Rute dabei? Sie konnte sich nicht mehr so recht an ihre Kinderzeit erinnern und ob sie ihn da gesehen hat. Nun aber hat sie heute Nachmittag Gewissheit bekommen: Ja!!! Ja, es gibt den Weihnachtsmann! Er zeigt sich auch gern den Menschen, auch im Getümmel ist er gar nicht menschenscheu. Vor allem den kleinen Menschen Kindern ist er natürlich zugetan; er ist ein ganz lieber Weihnachtsmann und hat gar keine Rute dabei. Dafür schenkt er aber allen kleinen Kindern in der Vorweihnachtszeit an den Wochenenden Naschies, die brav mit ihren Eltern durch überfüllte und überheizte Einkaufszentren laufen (müssen).
Einen Steppke habe ich gesehen, der guckte ziemlich verwirrt und skeptisch aus seinem Buggy zu dem Weihnachtsmann hoch und war sich keineswegs sicher, ob er denn seinen Schnulli gegen Naschies tauschen sollte. Wie das ausgegangen ist, weiß gzi-kielnotiert nicht, aber sie ist glücklich, allen sagen zu können: Es gibt den Weihnachtsmann, zumindest heute Nachmittag im Sophienhof war er zu sehen und ich durfte ihn auch fotographieren um ihn Euch allen zeigen zu können!

Da zeigt er sich doch glatt noch mal in ganzer Größe. Und seht selbst: Keine Rute ist dabei!
gzi-kielnotiert war traurig. Hatte Sie doch bei rundumkiel einen Adventskalender entdeckt und wollte auch gern einen für Ihre LeserInnen haben… aber leider verbarg sich hinter den unterschiedlichen Motiven doch immer nur der selbe Inhalt. War also nicht so passend…
Nun habe ich aber einen ganz schönen virtuellen Adventskalender vom Hamburger Abendblatt gefunden, in dem süße Kinder Begriffe erklären. Die Bergiffe sind nun nicht so relevant, entzückend ist aber die Art, wie die Kinder sie erklären. Ich hoffe, Ihr habt einfach Spaß dabei und schmunzelt jeden Tag ein bisschen.
Eine wunderschöne, besinnliche und fröhliche Adventszeit wünscht Euch gzi-kielnotiert

"Meine" Gänse - Bild von 1990
Wir hatten und haben ein großes Grundstück… so bin ich aufgewachsen mit frischem Obst und Gemüse. Im Gegensatz zu vielen Kindern heute wusste ich immer, wie es aussieht, wenn man Kartoffeln erntet oder eine Karotte aus der Erde zieht. Ich konnte frische Himbeeren naschen oder Erdbeeren, Erbsen vom Busch pflücken, an die Stachelbeersträucher gehen … eben alles, was Kinder so lieben und bekam natürlich zu hören: Nicht so viel, andere möchten auch noch und dann ist es nicht nett, wenn man sich immer die schönsten Früchte aussucht. Klar, ernten mochte ich; Gartenarbeit gar nicht.
Wir hatten aber auch immer viele Tiere. Eine große Vogelvoliere mit über 30 Kanarienvögeln gehörte meiner Oma. Die habe ich mittlerweile “geerbt”. Meine Eltern und ich hatten immer mehrere Katzen, bis zu zwei Hunde, als ich ganz klein war auch Kaninchen, Hühner, Enten – in Spitzenzeiten bis zu 40 Flugenten – und zeitweise eben auch Gänse. Das waren meine erklärten Lieblingstiere, nach Hund und Katz, versteht sich. Gänse sind natürlich viel intelliegenter als Hühner oder Enten, sie sind wachsam, schnattern laut, wenn Fremde sich ihnen näherten und kamen aber sofort angerannt, wenn sie die Stimme erkannten, die sie rief, um sie abends in den Stall zu bringen. Das hatte ich mir zur Aufgabe gemacht, jedenfalls solange ich im Hause meiner Eltern lebte. Als ich dann zum Lernen für`s Examen für ein paar Monate wieder zu ihnen zog, habe ich dies auch wieder übernommen.
Ich denke gern an diese Zeiten zurück. Heute haben wir nur noch ein paar Hühner, die Voliere und die Obstbäume sind natürlich geblieben, der ganze Nutzgarten ist mit Rasen abgesät. Es macht immer noch alles (zu) viel Arbeit und solche Mengen, wie wir geerntet haben, können wir schon lange nicht mehr essen. Die geschlachteten Enten und Gänse wurden uns von Bekannten aus den Händen gerissen, wusste man doch genau, wie sie gefüttert wurden und dass sie ein tolles Leben hatten. Von klein auf wusste ich, dass unsere Tiere ein gutes Leben bei uns haben, aber dass ihre Bestimmung eben der Kochtopf oder die Bratenröhre war. Anfangs war das schwer, später natürlich…
Am Martinstag, den 11. November, gab es bei uns immer einen Gänsebraten. Ohnehin liebte es meine Mutter, Traditionen aufrecht zu halten. Manches macht mir Freude, und ich versuche, sie aufrecht zu erhalten. Das Martinsgansessen gehört (leider) nicht dazu – aber an “meine” Gänse denke ich immer noch gern zurück!








10th Mrz 10
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