Archiv für die Kategorie „gzi - gesundheitsnotiert“

klein-blutdruck-Harry-Hautumm_pixelio

Foto: Harry Hautumm/pixelio.de

Moderates Ausdauertraining, leichte Gewichtsreduktion, weniger Alkohol und kein zusätzliches Salz – damit kann fast jeder Bluthochdruck ohne Medikamente therapiert werden, sagte Professor Peter Dominiak von der Lübecker Universitätsklinik vor kurzem anlässlich der Hochdruckliga-Tagung.

Denn Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren bei Bluthochdruck. Mit jedem reduzierten Kilo Körpergewicht sinke der Blutdruck um 1,5 mmHG. Für den motivierenden Therapieerfolg ist es wichtig, kleine Schritte anzuvisieren, so Dominiak. 1 kg pro Monat sei ein guter Erfolg und zudem beuge man einer Insulinresistenz und einer Diabetes Mellitus-Erkrankung vor. Dazu täglich nur 20 Minuten Fahrradfahren, schnelles Spazierengehen, Schwimmen oder langsames Joggen und der Hochdruck reduziert sich nochmals um 5 mmHG. Schränkt man dazu noch den Alkoholkonsum auf 20 gr für Frauen und 30 gr für Männer täglich ein, so lässt das den Blutdruck nochmals um 5 mmHG purzeln – und man kann immer noch einen Schoppen Wein am Abend genießen.
Weitere 5 mmHG kommen hinzu, wenn man auf zusätzliches Salz beim Essen verzichtet… “nach nur 4 Wochen merkt man das gar nicht mehr”, sagt Dominiak , der selbst unter Bluthochdruck leidet, aus eigener Erfahrung. Alle Maßnahmen konsequent zusammen bei guter Motivation angewendet, können den Bluthochdruck um bis zu 30 mmHG pro Jahr senken, das schafft kein Medikament, ist der Kongress-Präsident überzeugt. Bei leichten Hypertonikern mit guter Motivation könne man durchaus versuchen, zunächst ohne Medikamente den Hochdruck in den Griff zu bekommen.
Also runter von der Coach, ran an den (Körper)Speck, meint gzi-kielnotiert, die ohnehin auf Salz locker verzichten kann… Die Adventszeit muss man ja nicht gleich verbissen angehen – aber als Vorsatz für 2010 wären diese Aussichten doch eine große Motivation.

klein-424453_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio

Rainer Stum/pixelio.de

klein-344063_R_by_mad-max_pixelio

"Mr. Go" von mad-max/pixelio.de

Bei rot musst Du halten, bei gelb bleibst Du stehn bei grün darfst Du gehen… so haben wir schon in der Schule im Verkehrsunterricht gelernt und nun soll das seit unserer Kindheit verankerte Wissen ganz einfach auf Lebensmitteln übertragen werden. Frei nach was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr werden nun früh verinnerlichte Regeln herausgekramt, um sie auf andere Dinge zu übertragen. Weil Hänschen das gesunde Essen nicht gelernt hat und Hans also zu dick und ungesund is(s)t, muss Hans nun nur noch die Ampel beherrschen, um einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden, wie rundumkiel in seinem Artikel Ampeln gegen Diabetes schreibt.
Rot markierte Lebensmittel: stopp! Zu viel Zucker, zu fett, zu salzig, zu wenig Nährstoffe.  Gelbe Kategorie: stehenbleiben, bloß nicht zu viel, aber mal, sozusagen als genussreiche Ausnahme. Grün: Zulangen, gesund! Ballaststoffe, Vitamine, geringe Nährstoffdichte, wenig Zucker/Kohlehydrate… Ob wir das hinbekommen?
Aber klar, da muss man auch nicht mehr viel überlegen, nur richtig einkaufen. Vielleicht muss man nicht einmal mehr abwiegen oder rechnen, vielleicht suggeriert das auch, dass Sport gar nicht mehr nötig ist – man lebt ja jetzt ohnehin gesund. Und wie läuft das im Restaurant? Gibt’s da auch Ampeln auf der Speisekarte oder bei Mc oder King, in der Pizzeria, beim Imbiss? Sind die Ampeln gekennzeichnet, ob sie gegen Diabetes (möglichst wenig Zucker) oder gegen Cholesterin (möglichst wenig schädliches Fett) gelten – am besten natürlich beides. Und was ist mit dem gesunden Menschenverstand? Schrillen nicht ohnehin immer unsere Alarmglocken, weil wir ganz genau wissen, das Vieles, was wir uns antun, gar nicht gut ist, sondern einfach nur schmeckt, schnell geht oder eben gerade jetzt genau das Bedürfnis befriedigt, was ein Apfel oder die Möhre eben nicht täte?
Würde jemand bei den Lebensmitteln auf die Ampel achten, sich nach ihr richten? Für einige Menschen wären sie sicherlich hilfreich, um überhaupt einmal einen Anhaltspunkt zu haben. Aber würden die Hersteller wirklich damit genauer und nachvollziehbarer die Verbraucher informieren oder gäbe es nicht in kürzester Zeit ebenso Auswege aus der Informationspflicht, weil unvergleichbare Angaben gemacht würden: Hier Packungsinhaltsangabe, dort nach Portionsgröße, die ohnehin keiner versteht, möglichst so, dass nichts miteinander verglichen werden kann.
Am besten wäre es,  Hänschen lernt wieder, sich gesund und vielfältig zu ernähren, so dass Hans sich auch später nicht so leicht zum Ungesunden verführen lässt…  Aber das ist in den Köpfen ja mit Arbeit, wenig Geschmack und vor allem mit Verzicht gekoppelt. Und wer will das schon? Da ist grün, gelb, rot doch so viel leichter – wenn man nicht farbenblind ist und sonst kann man immer noch so tun, als ob….

klein-Kirche

Als Beispiel einer Kirche hier die Paulskirche in Frankfurt

Wenn der Gläubige beginnt, das Weihwasser zu meiden, so zeigt das: Die Angst vor der Schweinegrippe ist auch in den Kirchen angekommen und Gottvertrauen allein hilft nicht unbedingt weiter, um dieser Angst zu begegnen. So gibt es seit letzter Woche erstmals allgemeine Handlungsempfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn für den Infektionsschutz in Gottesdiensten. Dennoch herrscht Verunsicherung: Abendmahl, Weihwasser, Mundkommunion, Friedensgruß – wie gefährlich sind diese Riten in Zeiten der Schweinegrippe? In den meisten Gemeinden einigte man sich schnell auf das Abendmahl “Intinctio”: Dabei wird nicht mehr wie üblich aus einem gemeinsamen Kelch getrunken, sondern die Abendmahlsoblate wird nur in den Kelch eingetaucht. Die “Intinctio” ist unbedenklicher als das traditionelle Abendmahl, bestätigt eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums. Für viele aber ebenso wichtig:  “Theologisch gesehen ist auch das Abendmahl ‘Intinctio’ ein vollwertiges Abendmahl”, versichert ein Pfarrer. Auch die katholische Kirche passt sich dem Infektionsrisiko an: “Es ist nicht zwingend notwendig, sich beim Friedensgruß die Hand zu reichen, ein freundliches Nicken kann ebenfalls ein Zeichen des Friedens sein”. Eine bistumsübergreifende Regelung gibt es aber nicht. Meistens richtet man sich nach den Handlungsempfehlungen der Bischofskonferenz.
Diese empfiehlt als Grundverhaltensregel: “Wer an der Grippe erkrankt ist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Auch eine Zurückhaltung bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen” sei geboten. “Das bedeutet aber nicht, dass die Weihwasserbecken jetzt trockengelegt werden sondern nur, dass Ängstliche es besser nicht benutzen”, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bischofskonferenz.

Ab Morgen entfällt für Ärzte in Deutschland bei reinen Schweinegrippe-Verdachtsfällen und bei Grippe-Fällen ohne Labornachweis die Meldepflicht. Mit der am heutigen Freitag im Bundesanzeiger veröffentlichten Änderung zur Meldepflicht bei Influenza sollen die Ärzte entlastet werden. Die Bundesbehörden gehen davon aus, dass sich seit Mai etwa 55.000 Menschen in Deutschland mit Schweinegrippe infiziert haben. Dies ist eine kumulierte Zahl, d.h. die Zahl wird fotlaufend addiert, zwischenzeitlich sind die meisten der Infizierten längst schon wieder gesund. Weltweit gibt es bislang ca. 10.208 Todelfälle an der A/H1N1-Infektion, in der Bundesrepublik Deutschland bislang dreizehn Tote. Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht seit dem 12. Oktober wöchentlich einmal (montags) die Zahl der Infizierten sowie aktuelle Informationen zur Schweinegrippe. Die angegebene Zahl ist eine Schätzung der Bundesbehörden (Stand 13.11.2009).

Die Hausärzte klagen über Nachwuchssorgen. Und das überall in Deutschland, aber auch in Frankreich und anderen Ländern, wie die die Stichwortsuche “Landarztmangel” zeigt. In der Stadt geht es ja immer noch so gerade mit der Arzt-Nachfolge, für den Dorfarzt ist es schon schwieriger einen Praxisnachfolger zu finden – aber Landarzt werden, das will kaum noch einer, vor allem nicht in Dithmarschen. Trotz Landarzt-Serie – gut, der spielte an der lieblichen Schlei – und manch anderer beliebter Arztfolgen im Fernsehen, die doch eigentlich ein so idyllisches Bild malen. Petientenbefragungen sagen aus, dass zunehmend die Patienten sogar meinen, dass sich die Ärzte und Pfleger so wie in den Serien verhalten müssten, vorallem, wenn sie mit ähnlichen Beschwerden wie in einer Folge geizeigt in der Klinik liegen. Doch weit gefehlt, die Realität sieht anders aus. Da herrscht oft Zeitdruck, Stress, bleibt oftmals wenig Möglichkeit für das wichtige, persönliche Gespräch.
Doch zu den Fakten, die beispielsweise auf einer Diskussion zur Versogung in Dithmarschen vor Bürgermeistern und Kreistagsabgeordneten im September von einer Hamburger Beratungsfirma gezeichnet wurden: “Die Menschen werden älter, die Krankheiten nehmen zu, die Zahl der Ärzte sinkt. Ergo: Der Versorgungsbedarf steigt immens”, sagt Magnus Stüve von der Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH. Das Hamburger Unternehmen analysierte die Strukturen an der Westküste im Rahmen eines Pilotprojektes und stellte fest, dass die Anreize  in Dithmarschen zu arbeiten, für Ärzte gering sind: Hohe Arbeitsbelastung, stagnierende Honorierung. 175 Haus- und Fachärzte arbeiten derzeit noch in Dithmarschen, doch einen neuen Arzt für die Region einzuwerben ist schwierig, meint auch Dr. Stefan Krüger, Vorsitzender des medizinischen Qualitätsnetzes Dithmarschen. Aber bis 2028 müssen 115 Arztstellen neu besetzt werden. Wichtig, um eine Chance in der Krise zu haben, ist es, Rivalitäten zwischen den Sektoren abzubauen. Aus Stüves Sicht ist eine gemeinsame Strategie zwischen ambulanter und stationärer Medizin die einzige Chance, Mittel, in der Region zu halten. Das sieht auch Westküstenkliniken Chef Harald Stender so, der allerdings bei einem Regionalbudget die Kassenärztliche Vereinigung (KV) außen vorlassen und als organisatorische Stelle für die Verteilung der Honorare die Ärztegenossenschaft ins Boot holen möchte. Das WKK bekommt die demografischen Auswirkungen schon jetzt zu spüren. Fehlen die Ärzte auf dem Land, gehen die Patienten ins Krankenhaus, die eigentlich ambulant behandelt werden müssten. Damit steigt die Belastung der Ärzte und Pflegekräfte und auch die Gefahr, dass Patienten auf andere Regionen ausweichen. “Die Patientenwanderung nach Hamburg beginnt gerade”, so Stüve.

Seit einer Woche besteht in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, sich gegen die Neue Influenza (Schweinegrippe, H1N1) impfen zu lassen. 1.400 ausgewählte Hausärzte (hier ist der Link zur Liste) haben einen Impfvertrag und nehmen an der Aktion teil. Aufgrufen sind alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aber Risikogruppen wie chronisch Kranke, Schwangere mit einer chronischen Erkrankung, Feuerwehr, Polizei, KrankenhausmitarbeiterInnen, Ärzte und Praxispersonal sowie alle, die viel mit Menschen zu tun haben. Am Mitwoch, 4. November,  nun wollen auch unser neuer  Gesundheitsminister, Dr. Heiner Garg, und die Leiterin der Gesundheitsabteilung des Sozialministeriums, Dr. Renée Buck, die Chance ergreifen und sich impfen lassen. Sozusagen als Zeuge für den “harmlosen Pieks” wurde auch die Presse eingeladen. Weitere Informationen zur Neuen Influenza bekommt man auch auf der Homepage des Gesundheitsministeriums und am Bürgertelefon zur Schweinegrippe unter 0431 – 160 66 66

GZi
facebook, twitter, e-mail
Fotos von GZi

BlogverzeichnisBlogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Blogverzeichnis


http://www.wikio.de