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Ist es denn zu glauben? Während in diesem Jahr so viele Kinder wie nie zuvor an das Christkind schreiben, will jeder fünfte Erwachsene am liebsten Weihnachten abschaffen…
Das ist ja eine schöne Bescherung, meint gzi-kielnotiert und ist nur froh, dass die meisten Kinder davon gar nichts wissen… und das ist auch gut so. Denn Weihnachten kann man ja gar nicht abschaffen, sondern höchstens den (oftmals selbstgemachten) Stress, die Geschenkeflut und den Besuchsmarathon. Und dagegen wäre ja auch gar nichts einzuwenden, wenn wieder mehr Besinnlichkeit und Zeit füreinander die Weihnachtstage bestimmten, statt – entschuldigen Sie den saloppen Ausdruck – Fressorgien, Dauerbeschallung, Reizüberflutung durch Geschenkeberge, bei denen man gar nicht weiß, wo man mit Auspacken und Hingucken anfangen soll…
Viele Menschen fürchten sich vor Weihnachten, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen und vor Streit fürchten, das jedenfalls besagt eine repräsentative Umfrage der GFK Nürnberg. Eine andere Umfrage der Apotheken-Umschau geht sogar noch weiter: Glatt jeder Fünfte (18,6 Prozent) in Deutschland möchte Weihnachten ganz abschaffen. Jeder Vierte (24,6 Prozent) gibt danach an, die Feiertage setzten ihn massiv unter Druck, da man sich um so viele Dinge kümmern müsse. Bei den Frauen sind dies sogar 29,8 Prozent (Männer: 19,2). Fast ebenso viele (22,8 Prozent) empfinden das Fest als äußerst stressig. Und jeder Sechste (17 Prozent) gibt zu, dass am Weihnachtsfest zu Hause meist dicke Luft herrscht.
GZi-kielnotiert ist erstaunt, denn vollkommen unbeachtet bleiben anscheinend in diesen Studien die Menschen, die sich vor Weihnachten aus genau gegenteiligen Gründen fürchten: In Vergessenheit geratene alte Menschen, “nervige” Verwandte oder einsame Menschen, die niemanden mehr haben, der mit ihnen zusammen sein möchte und der mit ihnen redet. Oder trauernde Menschen, die gerade einen Menschen verloren haben, der ihnen nahe stand. Für die hat gzi-kielnotiert ohnehin vollstes Verständnis, wenn sie den Weihnachtsrummel ablehnen.
Kinder haben Gott sei Dank aber noch den Glauben an Weihnachten und das Christkind bewahrt. Das Weihnachtspostamt in Engelskirchen bei Köln erwartet in diesem Jahr einen Rekord an Briefen an das Christkind. Mehr als 85.000 Kinder aus 55 Ländern haben bereits geschrieben. Da das himmlische Postamt noch eine wahre Flut weiterer Briefe bis Weihnachten erwarten, suchen sie jetzt ehrenamtliche Antwortschreiber, da die Mitarbeiter das nicht mehr alleine schaffen, sagte die Leiterin der Poststelle, Rosemarie Schotte. In den Zitaten aus der Wunschliste erkennt gzi-kielnotiert keinen großen Unterschied zu früher: Mädchen wünschen sich “alles was rosa ist und glitzert” während Jungen anscheinend praktischer veranlagt sind und sich beispielsweise wünschen: “einen elektrischen Kran, der mein Zimmer aufräumt” oder “immer drei Wünsche frei”.
gzi-kielnotiert wünscht sich jedenfalls vom Christkind, dass die Menschen ein wenig zur Ruhe und zur Besinnung kommen und dann die Feiertage ohne Stress, Streit und übergroßer Erwartungshaltung genießen können und dass zu all denjenigen, die sich vor Einsamkeit am Fest der Liebe fürchten, auch das Licht der Liebe, Wärme und Hoffnung durchdringt.












30th Jul 10
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